Nacharbeiten

Eines der schwierigsten Dinge für einen Anfänger ist es, zu entscheiden, ob eine Miniatur nun fertig bemalt ist oder nicht. Anfangs sollte sich ruhig eher mit einem Ergebnis zufrieden geben und mit einer neuen Miniatur begonnen werden um seine Fähigkeiten weiter zu üben. Es ist furchtbar ärgerlich, wenn ein gelungenes Gesicht verdirbt, weil noch irgendeinen Schatten irgendwo hin gemalt werden sollte und dabei leider durch einen Fehler die eigentlich gut gelungene Arbeit ruiniert wird.

Aber ich garantiere, das mit der Zeit bei den selbst angemalten Miniaturen nach und nach die wachsende Erfahrung erkannt werden kann. Auch meine ersten Werke sehen ziemlich primitiv aus, wenn ich sie meinen heutigen Malergebnissen gegenüber stelle.

Lackieren

Damit die Farbe nicht wieder absplittert und die Miniatur auch transportiert werden kann, muss eine Miniatur lackiert werden. Davor sollte eine angemalte Miniatur aber ruhig vierundzwanzig Stunden staubgeschützt stehen gelassen werden und sie erst dann lackieren. So verbleibt noch die Möglichkeit über die getane Arbeit nachzudenken und eventuell noch ein wenig nachzubessern, wenn einem eine Stelle doch nicht gefällt.

Zu klären ist die Frage, ob ein Matt- oder Glanzlack verwendet werden soll. In erster Linie ist es eine Geschmacksache. Wobei beachten muss, dass der Glanzlack gegenüber dem Mattlack härter wird, der Mattlack aber der Miniatur ihr natürliches Aussehen bewahrt. Glanzlack empfiehlt sich bei Spielminiaturen, da diese im allgemeinen durch das andauernde Anfassen und Transportieren, höheren Strapazen ausgesetzt werden.

Da das Auftragen mit dem Pinsel hierbei eigentlich vergessen werden kann, empfiehlt sich Sprühlack. Achtet unbedingt darauf, dass dieser auf Wasserbasis ist. Es gibt Lacke auf Nitrobasis der die Farbe von der Miniatur herunter ätzen kann!

Wie beim Grundieren ist es auch hier angebracht auf gute Durchlüftung zu achten und das Lackieren am besten draußen zu vollziehen. Im Gegensatz zu Acrylfarben weißt der Lack doch einen signifikanten Geruch auf und wenn die ganzen Warnungen auf den Flaschen (Giftig, Explosiv, Entflammbar) bedacht werden ist ein Atemschutz auch nicht unangebracht. Auch sollte lieber zwei superdünne Lackschichten aufgebracht werden als eine zu dicke.

Metalloberflächen, oder Schleimschichten von Monstern, können mit Klarlack eine glänzende Oberfläche verpasst werden. Je nach Umfang der Metallteile kann entweder erst die ganze Miniatur matt lackiert werden, und dann die Metallteile mit einem Pinsel nacharbeiten, oder aber umgekehrt. Es ist wichtig, dass die erste Lackschicht vorher wirklich trocken ist, sonst funktioniert der Effekt nicht richtig. Damit der Mattlack auch einen wirklich matten Eindruck hinterlässt, darf er nur sehr dünn aufgetragen werden. Ist der Lack nach den meist angegebenen 10-15 Minuten noch nicht trocken, wurde wahrscheinlich zu dick aufgetragen.

Aufbewahren der kleinen Kunstwerke

Seine kostbaren Miniaturen sollten nicht einfach so auf der Fensterbank herumstehen, da sie sehr schnell einstauben und dann nicht mehr schön aussehen. Am besten ist es seine Miniaturen in einer Vitrine aufzubewahren. Geeignet sind aber auch kleine Plastikboxen, in denen Würfel verkauft werden. Die Miniatur wird einfach mit doppelseitigem Klebeband innen auf den Deckel geklebt, so dass der Behälter nachher auf dem Kopf steht. Beim Transport empfiehlt sich eine mit Schaumstoff ausgepolsterte, verschließbare Box. Diese kann entweder fertig gekauft, oder leicht selber gemacht werden.