Haut

Das Mischen der Farbe Haut ist für den Anfänger manchmal ein Problem. Das hängt wahrscheinlich mit dem persönlichen Geschmack des Malers und dem Charakter und dem Typ der jeweiligen Miniatur zusammen. Tatsächlich kann aber bei Miniaturen, die in großer Anzahl für Tabletop-Spiele verwendet werden, auf eine detaillierte Bemalung der Gesichter verzichtet werden. Bei Einzelminiaturen ist das natürlich etwas ganz anderes.

Als Erstes werden alle Hautstellen mit einer Hautfarbe deckend bemalt. Wahlweise geht das auch mit einem mittleren Braun. Dann werden auch diese Stellen mit der Outlining Technik vom Rest der Miniatur abgegrenzt. Danach die Hautstellen mit einem dunklen oder rötlichem Braun waschen um diesen so eine Tiefe verleihen. Wird dieses ordentlich gemacht, sieht es schon auf die Entfernung ganz gut aus. Gesichter geraten dabei meistens immer etwas zu dunkel. Nun muss sich wieder für eine Technik entschieden werden, mit der die Haut aufgehellt werden soll.

Wenn sich für die Trockenbürsten Technik entschieden wird, einfach ein oder zweimal mit einer hellen Hautfarbe über die Stellen gehen, wodurch die erhabenen Stellen der Haut betont werden. Bei der Highlightning Technik wie oben beschrieben, mit stark verdünnter und immer heller werdender Farbe in Schichten zu den höchsten Punkten der Hautfläche hin gearbeitet. Wobei hier im Gesicht oder an den Fingern die äußersten Spitzen mit einer sehr hellen Hautfarbe akzentuieren werden.

Experimentiert mit allen möglichen Hautfarben! Es ist sehr interessant zu sehen, wie eine eher rote oder schon fast weiße Haut wirkt. Mit etwas Übung kann so jeder gewünschte Hauttyp gemalt werden.

Unter den folgenden Links findet Ihr ein paar sehr gute Tutorials für das Hautbemahlen:


Wenn die Haut fertig gemalt ist und die Miniatur nicht zu Überladen wirkt, kann die Überlegung angestellt werden, ob nicht noch eine Tätowierung oder eine Kriegsbemalung aufgebracht werden soll.

Für dieses Vorhaben wird ein sehr steifer Pinsel benötigt z.B. ein Synthetik-Pinsel mit feiner Spitze oder ein Naturhaarpinsel der etwas steifer ist. Gut ist es eine Tätowierung oder eine Kriegsbemalung mit der Outlining Technik von der Haut räumlich zu trennen. Das macht das Gesamtbild lebhafter. Hier muss man darauf achten, dass der feine schwarze Strich nur eben zu erahnen ist, er also einen Hauch von NICHTS darstellt!

Ein Anfänger sollte sich mit einer einfachen, schlicht bemalten Haut zufrieden geben und nicht das Risiko eingehen, weitere Verzierungen anzubringen. All zu oft trocknet die wenige Farbe schon auf dem Weg zum Ziel und hinterlässt nur eine undeutliche Spur. Weitere Versuche führen dann nur noch zu einem unstrukturierten Fleck, weshalb nach jedem Fehlversuch eigentlich wieder mit Hautfarbe begonnen werden müsste. Hierbei aber zu leicht die schöne Struktur des Wasches zerstört.