Vorarbeit

Die vorbereitenden Tätigkeiten sind nicht besonders kompliziert und bedürfen keiner überdurchschnittlichen Fingerfertigkeit. Doch sollte sie mit besonderer Sorgfalt durchgeführt werden, denn nichts ist ärgerlicher, als wenn man beim Bemalen plötzlich noch Gussgrate findet. Dann besteht die Gefahr, die schon geleistete Arbeit zu zerstören.

Hier findet Ihr einen sehr nütlichen Link zu diesem Thema:


Entgraten

Manche Miniaturenhersteller werben damit, dass ihre Miniaturen bereits entgratet und grundiert sind. Das stellt nur solange einen Vorteil da, wie man die Miniaturen unbehandelt benutzen will, weil man dann nicht mit dem Blei in Kontakt kommt.

Zuerst, noch bevor man eventuelle Einzelteile wie Jump-Packs, Schilde oder Waffen anklebt, muss eine Miniatur entgratet werden. Das Entgraten selber ist keine schwierige Aufgabe, dennoch ist sie das Non plus Ultra beim Miniaturen-Bemalen. Nichts ist schlimmer, als eine gut bemalte Miniatur, bei der man die Gussgrate noch sieht.

Ein Grat ist ein Rest von Metall oder Kunststoff, der beim Guss der Miniatur entstehen kann, wenn das flüssige Material ein wenig zwischen die Formhälften quillt. Dieses ergibt eine dünne Naht einmal ganz um die Miniatur herum. Liegen die Formenteile nicht exakt aufeinander, wird diese Naht auch leicht mal zu einer Stufe, was besonders ärgerlich ist, wenn sie über einen Helm oder eine andere ebene Fläche läuft. Dann gibt es noch Zipfel, die an den Stellen entstehen, wo sich in der Form die Entlüftungskanäle befinden, meistens an erhabenen Stellen wie: Spitzen von Helmen, Speeren, Schwertern, Schuhen, etc.

Am besten werden zu erst die gröbsten Grate mit dem Messer entfernt, indem diese wegschabt werden und so versucht wird die Stellen möglichst glatt anzupassen. (Siehe: Messer-Cuttermesser) Mit dem Messer lassen sich auch Ecken und Falten gut entgraten. Die Feinarbeit wird dann am besten mit einer Pfeile (siehe: Pfeilen-Nadelpfeilen) durchgeführt. Mit ein wenig Übung ist es möglich so fein zu arbeiten, dass später überhaupt keine Grate mehr zu sehen sind.

Die Gussgrate müssen unbedingt sorgfältig entfernt werden, denn ihre scharfen Kanten werden durch bestimmte Maltechniken stark betont. Das Gröbste lässt sich schnell mit einem Bastelmesser abschaben, teilweise kann auch eine feine Feile hilfreich sein.

Stiften

Wenn größere Metallminiaturen (z.B. Drachen) oder Miniaturen, die aus mehreren Einzelteilen bestehen zusammengebaut werden sollen, ist es eine sehr gute Maßnahme die verschiedenen Teile nicht nur einfach mit Kleber zusammen zu kleben, sondern diese zusätzlich mit Stiften zu verbinden. Mit einem kleinen Handbohrer (Dremel) können leicht Löcher in die entsprechenden Teile gebohrt werden, die dann mit kleinen Stiften aus Silberdraht oder sogar Stahldraht und Kleber zusammengefügt werden. Dieses hält um einiges besser und ist auch beim Zusammenbau einfacher. Es ist meistens besser eine Miniatur, die aus mehreren Teilen besteht, vor dem Anmalen zusammen zu fügen.

Als Erstes, noch bevor die Löcher gebohrt werden, sollten die einzelnen Teile auf eventuelle Gussgrate (siehe: Entgraten) untersuchen und diese entfernen werden. In diesem Zustand ist es um einiges leichter, mit der Pfeile und dem Messer überall hinzukommen. Nach dem Entgraten in jedes einzelne Teil der Miniatur mit dem Handbohrer (Dremel) ein Loch bohren, welches nur minimal größer sein darf als der Draht, den man später darin befestigen möchte. Dabei muss sehr genau darauf geachtet werden, dass die Löcher bei den einzelnen Teilen, die zusammengefügt werden sollen, genau gegenüber liegen, um einer ungewollten Verformung, die durch nicht exakt gegenüberliegende Löcher entsteht, entgegenzuwirken. Auch muss auf die Pose der Figur geachtet werden. Nicht, dass der anzubringende Arm unnatürlich abgewinkelt steht. Dazu muss eventuell ein wenig an der Miniatur herum geschnitten und die Teile angepasst werden.

Nachdem die Löcher gebohrt wurden, schneidet man sich ein Stück Draht zurecht. Dieser kann ruhig etwas länger sein. So ist dieser besser zu fassen und später immer noch zu kürzen ist. Um den Draht in einer Miniatur zu befestigen wird bei kleinen Miniaturen vorzugsweise Sekundenkleber und bei Großen am besten Zwei-Komponenten-Kleber verwendet.

Als Erstes werden alle Stifte in die eigentliche Miniatur geklebt, also in den Körper. Diese gut trocknen lassen. Am besten einen Tag. Dann werden die Enden so weit gekürzt, dass diese genau in die Bohrlöcher der anderen Teile passen. Darauf folgend die Einzelteile an die Miniatur kleben. Hier bei sollte sich viel Zeit gelassen werden, um dem Kleber die nötige Zeit zum Aushärten zu geben. Sonst kann es passieren, dass unbeabsichtigt ein schon geklebtes Teil beim Kleben eines Anderen wieder abbricht. Wenn alle Teile zusammengefügt und ausgehärtet sind, schauen ob eventuell Kleberreste an der Miniatur sind, die entfernt werden müssen.

Nachmodellieren

Nach dem Zusammensetzen nach Ritzen oder Löchern, die eventuell an den Stellen entstanden seinen können Ausschau halten. Diese Stellen am besten mit Modelliermasse zu modellieren, so dass diese nach dem Grundieren nicht mehr zu erkennen sind. So entsteht der Eindruck einer homogenen Miniatur, auch wenn diese eigentlich aus mehreren Teilen besteht.

Einen sehr nützlichen Link findet Ihr hier: