Farben

Ich benutze Farben der Firmen Ral Partha und Duncan. Beides sind Acrylfarben von ausgezeichneter Qualität. Im Grunde ist der Hersteller relativ egal, man bekommt praktisch in jedem Malbedarf oder Rollenspielladen Acrylfarben.


Für das Bemalen von Miniaturen empfehle ich matte und wasserlösliche Acrylfarben, die nicht zu dickflüssig sein dürfen. Wenn sie dennoch dickflüssig sind, sind sie leicht vor dem Gebrauch mit ein paar Tropfen Wasser bis auf die gewünschte Konsistenz zu verdünnen!

Für das Miniaturen-Bemalen werden in heutiger Zeit fast ausschließlich Acrylfarben verwendet. - Profis benutzen zwar auch noch andere Arten von Farben, aber deren spezielle Vorteile werden durch etliche Nachteile wieder ausgeglichen, während Acrylfarben fast nur Vorteile besitzen.

- Sie sind wasserlöslich, sprich man braucht keine Pinselreiniger, einfaches Wasser genügt. Ebenso lassen sich die Farben mit einem feuchten Tuch, solange sie nicht angetrocknet sind, wieder abwischen. Auch aus der Kleidung geht die frische Farbe verhältnismäßig leicht wieder heraus.

- Spezialeffekte lassen sich relativ leicht mit diesen Farben erreichen.

- Die Farben stinken nicht.

- Die Farben verschiedener Hersteller sind untereinander problemlos mischbar.

- Sie trocknen sehr schnell. Wenn man reihum einige Miniaturen bemalt, hat man fast keine Wartezeiten.

- Sie sind haltbar. Reinigt man bei einem Topf gelegentlich den Deckel, damit er immer gut schließt, kann man die Farben über etliche Jahre hinweg benutzen.

- Weil sie auch dann noch jahrelang halten, wenn man sie regelmäßig mit etwas Wasser aufmischt.

- Acrylfarben bekommt man recht leicht in diversen Läden wie zum Beispiel in Maler- Bastel- oder Rollenspielläden.

- Sie decken sehr gut ab, können deshalb dünn aufgetragen werden und eignen sich gut zum wiederholten Korrigieren von Fehlern, da sie keine Details verkleben.

- Sie sind in vielen Farbtönen mit teilweise recht ansprechenden Namen erhältlich, was einem teilweise das Mischen abnehmen kann.

- Sie sind im Vergleich zu anderen Farben relativ preiswert.

Farben stellen im Grunde genommen keinen ernst zu nehmenden Kostenfaktor da, wenn man als Anfänger mit den Grundfarben beginnt. Ich kann jedem Anfänger raten, nicht gleich 100 € in Farben zu investieren. Es besteht ja die Gefahr, dass er an dem Hobby doch nicht so große Freude hat und seine Farben ungenutzt bleiben.

Es gibt spezielle Anfängersets von diversen Herstellern, in denen meistens eine Miniatur, Farben, Anleitung sowie ein Pinsel enthalten sind und diese kosten meist etwas weniger als die Farben alleine.

Die ideale Farbzusammenstellung für den Anfang ist:

- Weiß
- Schwarz
- Mittel Blau
- Mittel Grün
- Mittel Rot
- Mittel Gelb
- Mittel Grau
- Mittel Braun
- Hautfarbe
- Silber
- Gold

Alles was Ihr sonst noch braucht - meistens nur hellere oder dunklere Töne der oben genannten Farben - lassen sich sehr leicht mischen. Manch Einer behauptet immer mit diesen Farben auszukommen, denn man kann ja Farben wie Grün, Hautfarbe, Grau oder Braun mischen. Auf die Dauer ist ständiges Mischen allerdings etwas nervig und es ist schwierig immer den gleichen Farbton wieder zu treffen, wenn ein Teil nachgebessert werden muss. Zu bedenken ist dabei aber auch, dass jedes Mal, wenn eine Farbe neu gemischt wird, weitaus mehr Farbe ungenutzt auf der Palette trocknet, als wenn man sie fertig aus einem Topf bezieht. Letztendlich spart man also nicht, wenn man viel mischt (Siehe auch: Die Grundlagen des Mischens und Aufhellen und Abdunkeln von Farben)! Von Vorteil ist, sich genug der gewünschten Farbe in einem leeren Töpfchen zusammen zu mischen. Dann kann man sie für spätere Malgänge problemlos wieder verwenden, ohne eine Farbabweichung zu riskieren.

Es gibt noch andere Typen von Farben, genannt Inks (Tinten oder Glazes). Sie sind für manche Dinge hilfreich, allerdings lässt sich ihre Wirkungsweise auch mit normalen Farben demonstrieren indem man sogenannte Wasches herstellt (Siehe auch: Spezialtechnik Waschen – Inking und Spezialtechnik des High-Lightning).

Bevor man eine Farbe benutzt ist es sehr wichtig, dass man sie gut umrührt oder schüttelt. Denn wenn Farben längere Zeit unbenutzt stehen, setzen sich die Farbpartikel am Boden ab. Wie man seine Farben aufmischt, ist gleich. Die Einen schütteln sie, die Anderen rühren sie um. Ich für meinen Teil schüttle meine Farben immer. So mischt sich die Farbe sehr gut und es bleibt Farbe im Deckel hängen, aus dem ich dann immer die Farbe entnehme.

Es empfiehlt sich immer ein paar leere Farbtöpfchen zu haben. Seien es nun gebrauchte, aus denen man die alte Farbe entfernt und sie sauber gemacht hat, oder neue. In diesen Töpfchen lassen sich prima neue Farbtöne mischen und problemlos aufbewahren oder auch älteren Farben ein neues Zuhause geben!